Elektro-Mobilitätstag bei der Ladestation am Bahnhofsplatz

Eine Zukunftsvision der Mobilität: Ich will um 19 Uhr beim Konzert im VAZ-St.Pölten sein. Das tippe ich auf der Handy-App „vonAnachB“ ein, daraufhin kommt rechtzeitig ein autonom fahrendes e-Mobil zum Wohnort, um mich abzuholen. Es bringt mich zum Bahnhof Tullnerfeld, wo ich in den Zug umsteige, um am Bahnhof St. Pölten wieder von einem autonomen e-Mobil zum VAZ gebracht zu werden. Abgerechnet wird automatisch, man erhält eine monatliche Mobilitätsrechnung, wie derzeit die Telefonrechnung. So weit ist es noch nicht, aber ein Schritt dahin ist, dass wir ein e-Auto am Handy buchen, zu dem wir noch Schritte bis zum Bahnhofsplatz zurücklegen müssen. Dies fördert zumindest die Gesundheit, wir sollten ohnehin pro Tag 30 min gehen. Daher wollen wir auch in Zeiselmauer-Wolfpassing ein e-Car-Sharing Auto zur jederzeitigen Buchung stationieren. Beim E-Mobilitätstag am 30. März 2019 bei der Ladestation am Bahnhofsplatz wurde dafür Werbung gemacht. Außer den Probefahrten mit mehreren Elektroautos konnten auch ein Elektro-Lastenfahrrad, Elektro Power-Fahrräder mit besonders starkem Motor und ein Elektro-Moped ausprobiert werden. Besonders neu war die Fahrt mit dem Lastenfahrrad, diese hat gezeigt, dass man mit einem etwas größeren Fahrrad samt E-Unterstützung sehr bequem schwerere Sachen mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h transportieren kann, 40 kg sind dabei kein Problem. Für das e-Car-Sharing werden noch Teilnehmer gesucht. Wer mitmachen will, kann sich dazu am Gemeindeamt Zeiselmauer-Wolfpassing anmelden. Erst bei ausreichender Teilnehmerzahl kann ein Auto am Bahnhofsplatz vom Mobilitätsverein „fahrvergnügen.at“ stationiert werden. Die Kosten sind jedenfalls geringer als die Haltung eines ZwGesundheit und Umwelteitautos, wenn dieses nicht so oft gebraucht wird. DI Manfred Niedl, GR – Mai 2019

e-Car-Sharing

Das geplante e-Car-Sharing soll allen Bürgern die umweltschonende Individualmobilität ohne Fixkosten eines Autos ermöglichen. Folgende Kosten fallen dafür an: Einschreibgebühr: € 75,- pro Fahrer Nutzungsgebühr: € 300,- pro Jahr, darin inkludiert sind 70 Nutzungs-stunden (für Autos auch an verschiedenen Standorten) pro Jahr, jede weitere Stunde kostet € 3,84 Familienmitgliedschaft / Firmenmitgliedschaft: zus. € 20,- pro Jahr
für jeden weiteren Fahrer und einmalig € 25,- für jede zusätzliche Schlüsselkarte. Anmeldungen zum e-Car-Sharing Projekt können am Gemeindeamt abgegeben werden. Bezüglich grundlegender Fragen zur Elektromobilität (z. B. Klimawirkung, Ökobilanz, Strombedarf, Akkulebensdauer, etc.) kann unter https://faktencheck-energiewende.at/faktencheck/e-mobilitaet/ und
https://www.enu.at/elektromobilitaet nachgelesen werden. DI Manfred Niedl - März 2019

Klimawandelanpassung

Trotz aller Bemühungen das Klima weniger zu schädigen, ist die Klimaveränderung nicht mehr gänzlich aufzuhalten, diese kann nur noch auf ein möglichst erträgliches Maß begrenzt werden. Auf Szenarien wie längere sommerliche Hitzewellen, verbunden mit Trockenperioden und zwischendurch auftretenden Starkregenfällen, muss man sich einstellen. Vorsorgemaßnahmen dazu sind möglich und sollen durch ein Klimawandelanpassungskonzept im Rahmen eines KLAR (Klimawandel-Anpassungs-Region)-Projektes wissenschaftlich für unsere Gemeinde geplant werden. Beispielsweise können Bäume durch Schattenbildung und durch die Verdunstungskälte an den Blättern deutliche, lokale Temperaturreduktionen bewirken. Welche Baumsorten dafür ideal sind, muss je nach Standort von Fachleuten beurteilt werden. Viele dieser Maßnahmen müssen langfristig geplant werden, daher sind die Planungen jetzt erforderlich. Bäume und etliche weitere Maßnahmen brauchen über 20 Jahre, bis sie ihre gewünschte Wirkung erfüllen können. Eine weitere wichtige Maßnahme ist, dass Regenwasser nicht ungenutzt in den Kanal abgeleitet wird, sondern versickern und optimalerweise gespeichert werden kann. Der Energie-, Umwelt- und Agrarausschuss hat daher eine Grundsatzempfehlung beschlossen, wonach bei allen Planungen und Bauten der Gemeinde möglichst viel Versickerungsflächen bzw. Regenwasserspeichermöglichkeiten angestrebt werden sollen. Entsprechende Vorkehrungen sollen sowohl die Gemeinde für öffentliche Flächen aber genauso alle Bürger für die privaten Flächen rechtzeitig anstreben, um für die Kinder und Enkelkinder angenehmere Temperaturen zu schaffen. GR DI Manfred Niedl – März 2019

Klima- und Energie Modellregion Tullnerfeld Ost

Unsere Gemeinde hat sich gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden St. Andrä-Wördern, Königstetten, Muckendorf-Wipfing und Tulbing beim Klima- und Energie Fonds um die Gründung einer Klima- und Energie ­Modellregion beworben. Wenn ­unsere Gemeinden den Zuschlag dafür erhalten, so ist eine Reihe von Förderungen für Klimaschutzmaßnahmen in der Region möglich. Dabei können ­beispielsweise Radwege, Nahversorgungsinitiativen, Photovoltaikanlagen, Gebäudesanierungen, Mobilitätsprojekte, Veranstaltungen, Energieberatungen, etc. unterstützt und ermöglicht werden.  Die Vernetzung der Nachbarorte soll dabei auch forciert werden. Immerhin ist ­gerade Klimaschutz eine globale Herausforderung, die auch weltweit – und auch in den Regionen – Zusammenarbeit erfordert. GR DI Manfred Niedl

E-Carsharing für Zeiselmauer-Wolfpassing

Nach der E-Mobilitätsveranstaltung im Juni hat der Energieausschuss (Ausschuss für Energie-, Umwelt- und Agrarangelegenheiten) beschlossen, ein E-Carsharing Projekt für die Bewohner von Zeiselmauer-Wolfpassing auszuarbeiten. Gerade in einer Gemeinde wie unserer kommen Familien kaum ohne Auto aus, oft sind sogar 2 Autos im Haushalt erforderlich. Das Zweitauto ist allerdings oft nicht voll ausgelastet, aber für einzelne Termine in der Woche, z. B. Kinderturnen in Tulln unumgänglich. Die Kosten des Autos amortisieren sich nicht, wenn das Auto mehr steht als fährt, die km-Kosten eines derartigen Zweitautos sind horrend hoch. Genau hier ist ein gemeinsames Auto in der Gemeinde ideal, um ohne große Fixkosten die Möglichkeit der Benützung zu ­haben. Nebenbei erspart man sich auch die Gedanken um Werkstatttermine, Reifenwechsel, Beschädigungsrisiko, Abstellplatz, etc. Dass das geplante Auto ein Elektroauto sein soll, hat den zusätzlichen Nutzen, diese zukunftsweisende Fahrzeugart im Alltag testen zu können. Außerdem wird damit auch eine öffentliche Stromtankstelle im Ort mitfinanziert und die Verbrauchs- und Wartungskosten sind niedriger. Nicht zuletzt gibt es erhebliche ­Förderungen für E-Carsharing Projekte. Das Auto ist dann mittels Handy-App oder über das Internet zu buchen, je nachdem wie viele Nutzer sich dafür anmelden ergibt sich die Auslastung und die Verfügbarkeit. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verfügbarkeit (günstiger bei weniger Nutzern) und Kosten (günstig bei vielen Nutzern). Anfang des nächsten Jahres ist eine Befragung in der Gemeinde geplant, bei der die Anforderungen der Gemeindebürger erhoben werden, daraus soll ein optimales Angebotsmodell erstellt werden. Dieses ­Modell wird dann in einer öffentlichen Veranstaltung im Frühjahr vorgestellt und Nutzer werden zur Anmeldung ­eingeladen. Wenn eine entsprechende Nutzerzahl vorliegt wird das Projekt umgesetzt, also ein E-Auto gekauft und die Stromtankstelle errichtet. GR DI Manfred Niedl

Aus dem Gemeindewald

Nach einer umfassenden Begehung des Gemeindewaldes durch die Mitglieder des Energie-, Umwelt- und Agrarausschusses wurde einstimmig die Empfehlung an den Gemeinderat ausgesprochen, im nordöstlichen Teil des Waldes eine Holzschlägerung durchzuführen. Die Empfehlung wurde unter Miteinbeziehung des Waldwirtschaftsplanes gegeben. An der beschriebenen Stelle wurde bereits vor etlichen Jahren Holz geschlägert. Es ist geplant den bestehenden Schlag im bescheidenen Ausmaß zu erweitern, um ein Anfliegen und Aufkommen einer Naturverjüngung zu ermöglichen. In diesem Teil des Waldes befinden sich auch die ältesten Bäume des Waldes (im Durchschnitt 120 Jahre), was einen weiteren Grund darstellt, an dieser Stelle die Holzgewinnung durchzuführen. Darüber hinaus wird es im oberen flachen Teil des Waldes eine gezielte Durchforstung zur Endnutzung geben. Das hier anfallende, etwas schwächere Holz wird vom gleichen Profiunternehmen gefällt, das auch die Schlägerungsarbeiten durchführt, um die wertvollen verbleibenden Bäume nicht zu beschädigen. Die im Zuge der Durchforstung anfallenden Bäume bleiben an Ort und Stelle liegen und stehen allen Holzinteressenten unserer Gemeinde zu einem günstigen Preis zur Verfügung. Allerdings wurde vom Ausschuss einstimmig die Empfehlung abgegeben, die Menge mit 10 Festmeter pro Haushalt zu deckeln. Die Durchforstung wird in jenem Ausmaß durchgeführt, wie es Anmeldungen für Holz aus dem Gemeindewald gibt. Hier nochmals zur Information: Wer Holz aus dem Wald beziehen möchte, muss sich bis spätestens Mitte November am Gemeindeamt anmelden. GR Christoph Friedrich

Wir arbeiten mit vollem Einsatz an unseren Gräben

Auch heuer wurde bereits sehr viel an unseren Gräben gearbeitet. Unsere Gemeindearbeiter haben sich „richtig in’s Zeug g’haut“ und mit voller Kraft das Gehölz und andere Abflusshindernisse beim Wolfpassinger Ortsgraben (Bereich Bergweg) beseitigt. Vielen Dank an ­dieser Stelle für ihre Arbeit! Beim Hauptgraben wurde und wird das Schilf ausgebaggert, um einen besseren Durchfluss zu erreichen, damit wir auch bei längeren Regenfällen – mit enormen Wassermengen – keine Probleme bekommen. Der Wolfpassinger Graben wurde von der L118 bis zum Gebirsweg ebenfalls ausgemäht. Auch beim sogenannten Grenzgraben sind die Arbeiten großteils abgeschlossen. Bis spätestens Ende November sollte auch der Hollergraben von der L118 bis zum Hauptgraben ebenfalls ausgemäht bzw. gemulcht sein. Ich werde am Thema Hochwassersicherheit für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, auch weiterhin dran‘ bleiben und auf den ordnungsgemäßen Zustand der Gräben achten!
 
GGR Walter Grosser

Große Nachfrage bei Trinkwasseruntersuchungen

Anlässlich des in den letzten Monaten in unserer Gemeinde aufgekommenen Gerüchts, unser Grundwasser sei „schlecht“, habe ich mit einer Untersuchungsanstalt eine äußerst preiswerte Analyse ausverhandeln können. Da her konnte, wie Sie aus den letzten Ausgaben des Amtsblattes wissen, in Zeiselmauer und Wolfpassing eine kostengünstige Wasseruntersuchung angeboten werden. Für diese Aktion meldeten sich schließlich insgesamt 53 Personen an und ließen ihr Brunnenwasser prüfen. Mittlerweile sind die Untersuchungen abgeschlossen, und die Prüfberichte an die Auftraggeber verschickt worden. Auch die Gemeinde hat eine anonymisierte Zusammenfassung der Messergebnisse erhalten, von der ich für Sie kurz berichten möchte:
Die untersuchten Wasserproben (ohne Enthärtungsanlagen) haben eine Gesamthärte zwischen 19 und 33 Grad. Ammonium und Nitrit sind kein Thema, der durchschnittliche Nitratgehalt liegt bei 25 mg/l. Der Grenzwert für Nitrat (50mg/l) wurde nur bei einer Messstelle überschritten. Vereinzelt wurden Keime im Wasser gefunden, die Ursache dafür dürfte nach meinen Erfahrungen meist im Zustand und Alter sowie der näheren Umgebung des Brunnens zu suchen sein. Fäkalkeime, wie sie zuletzt in das Trinkwasser in Wolfpassing gelangt sind, waren nur bei 2 Wasserproben feststellbar. In den übrigen Untersuchungsparametern gab es durchwegs unauffällige Ergebnisse. Wenn auch die Wasserhärte auf keine große Gegenliebe stößt, weil die Verkalkung von Wasserhähnen, Waschmaschinen und Duschwänden Mehrarbeit im Haushalt verursacht, zeigte sich insgesamt doch, dass das Grundwasser in und um unseren Ort eine recht gute Trinkwasserqualität aufweist. Für weitere Fragen zu Ihrem Prüfbericht können Sie Ihren Installateur kontaktieren, oder sich auch an mich wenden. Dr. Gerhard Boubela, GGR
Tel. 0664/9107027

Helfende Hände

Am 19.8.2013 nach ich mir die Zeit und haben einen meiner Urlaubstage dazu genutzt, um den fleißigen Arbeitern der Gemeinde unter die Arme zu greifen und gleichzeitige einmal einen Einblick in deren tägliche Arbeit zu erlangen. Die freiwillige Hilfe wurde sehr gerne angenommen und gemeinsam schritten wir zur Tag und haben Bäume, Sträucher und Büsche entlang der Straßen zurechtgeschnitten, Rest entsorgt und so das Gesamtbild unseres stattlichen Dörfchens wieder aufgebessert. Alles in allem lässt sich sagen, dass unsere Gemeindearbeiter wirklich gute Arbeit verrichten, die wohl leider meistens unbemerkt bleibt. Oder haben Sie sich schon einmal gefragt, wer dafür sorgt, dass „herrenlose Bäume“ nicht wild wuchern? Während unseres Arbeitens kamen jedenfalls viele Mitbewohner/innen der Umgebung auf uns zu und haben Fragen gestellt. Unter anderem wurden wir auch von dem einen oder anderen netten Bürger mit einem kühlen Getränkt versorgt, was die Arbeitsleistung und die Moral natürlich gleich gehoben hat. Ein Tag an der frischen Luft, bei gemeinnütziger Arbeit mit netten Leuten im eigenen Dorf tat gut und wer sich jetzt denkt, dass er auch einmal mithelfen könnte, freiwillige Hilfe ist immer gefragt und gern gesehen. Walter Grosser
Umweltgemeinderat